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Expo-Highlight Club Mondial jetzt in Paris
swissinfo   14. November 2003
 
 
Club Mondial: Vom Neuenburgersee an die Seine. (Foto: CCS)
Club Mondial: Vom Neuenburgersee an die Seine. (Foto: CCS)
Das Centre Culturel Suisse in Paris lässt den Club Mondial wiederauferstehen. Das Mondial war eine der Highlights der Expo.02 auf der Arteplage Yverdon.
 
Eine Ausstellung verbindet bis am 14. Dezember Schweizer Kultur mit Weltoffenheit.
 
 
Martin Hess, der Schöpfer des Expo-Highligts Club Mondial, bekam freie Hand, sein Projekt dem Centre Culturel Suisse (CCS) der Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia anzupassen. Herausgekommen ist laut CCS-Direktor Michel Ritter keine Ausstellung im klassischen Sinn. "Vielmehr handelt es sich um eine Einladung auf eine Reise mit den Mitteln der Filmvorführung, der Konzerte, Erzählungen und Objektpräsentation."

Auch die Ausstellung mit Alltagsobjekten ist von der Waadtländer Arteplage kopiert worden. In fünf Vitrinen gibt es mehr als 5000 davon, gesammelt in Europa, Asien, Afrika und Lateinamerika.
 
Multimediale Weltreise
 
Zu sehen gibt es auch Arbeiten der Videofilmerin und Fotografin Marianne Müller über fremde Kulturen. Es sind insgesamt 20 Stunden Projektionen, die Alltagsszenen aus verschiedenen Gegenden der Welt zeigen.

Der Luzerner Filmer und Musikwissenschaftler Cyrill Schläpfer sorgt für eine Hörinstallation, die aus Geräuschen besteht, die auf einem Schiff aufgenommen wurden. Auch sein Film "Ur-Musig" (1993) wird gezeigt. Er handelt von einer musikalischen Reise in wenig bekannte Gegenden in der Innerschweiz und in Appenzell.

Das Publikum ist ausserdem eingeladen, die Collagen von Daniel Affolter zu entdecken oder die etwa 100 Porträts eines Fotografen aus Mali. Auftritte haben die traditionelle kurdische Musik ebenso wie eine kolumbianische Gruppe oder Pariser U-Bahn-Musiker.
 
Vielseitiger Forscher
 
CCS-Direktor Ritter bezeichnet Martin Hess, den Schöpfer des Club Mondial, gegenüber swissinfo als "sensiblen Forscher" in mehreren Bereichen. "Deshalb habe ich ihm 'Carte blanche' gegeben."

Hess kenne sich aus in der Musik, aber auch in den visuellen Künsten und in gewissen ethnografischen Fragen. "Er ist ein Sammler von Tönen und Bildern. Er macht daraus einen Mix, der meiner Auffassung von Kunst entspricht", so Ritter.
 
Interdisziplinär und weltoffen
 
Ritter hat während der Expo.02 viele Abende im Club Mondial in Yverdon verbracht. "Ich habe fast alle Gruppen gesehen, die dort auftraten. Es hat mich beeindruckt, wie die verschiedenen Kulturen mittels der Elemente der Musik, der Geschmacksempfindung und des Visuellen wahrgenommen wurden."

Ritter ist ein Anhänger des Interdisziplinären. "Wir versuchen, mit der Ausstellung in Paris Verbindungen zwischen den verschiedenen Kulturen zu finden", erklärt er.

"Sowohl in Paris wie auch in der Schweiz begegnen wir Menschen aus unterschiedlichsten Kulturen. Es ist wichtig, diese Kulturen kennen zu lernen, um sie zu begreifen und zu akzeptieren. Das ist eine Frage der Weltoffenheit."

swissinfo und Agenturen
 

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